• Qualität bedeutet für mich, mit meiner Hüftprothese wieder schmerzfrei meinen Beruf ausüben zu können.

    Karlheinz Machowetz, Patient

  • Qualität bedeutet für mich, mir Zeit für meine Patienten nehmen zu können.

    Denn Menschlichkeit und Zuwendung heilen

    Dr. med. Martin Rexer, Oberarzt

„Möglichkeitsabenteurerin vs. Geschäftsführer. Ist es an der Zeit für eine Führungs-(R)Evolution?“

"Inspiration für die Zukunft der Arbeitswelt im Krankenhaus zu geben", das war der Leitsatz des ersten Personalforums der Klinik-Kompetenz-Bayern eG. Vorstandsmitglied und Moderator dieser Veranstaltung Jürgen Winter konnte rund 60 Teilnehmer aus den Mitgliedsklinken der Klinik-Kompetenz-Bayern (KKB) begrüßen Geschäftsführer, Vorstände, Ärztliche Direktoren, Pflegedirektoren und Personalleitungen der KKB-Mitgliedskliniken ließen sich sowohl von wissenschaftlichen Erkenntnissen, als auch von ungewöhnlichen Praxisbeispielen inspirieren und nahmen zahlreiche Tipps und Anregungen für den eigenen Führungsalltag mit. "Wir müssen der Personalentwicklung in den Kliniken mehr Raum geben", zeigte sich Vorstand Winter überzeugt.

Dr. Manfred Wagner, Medizinischer Direktor im Klinikum Fürth, berichtete über Positive Leadership in der Expertenorganisation Krankenhaus. Dem vorangegangen waren zwei Vorträge von der Hochschule Ansbach zu zahlreichen Varianten und Möglichkeiten des Leaderships und der Kompetenzentwicklung. Den Schwerpunkt bildete der Zertifikatslehrgang "Leadership im Gesundheitswesen", den die KKB gemeinsam mit der Hochschule Ansbach entwickelt hat.

Zu intensiven und kontroversen Diskussionen veranlassten die beiden Praxisberichte von Nicola Nagel und Paul Habbel. Nicola Nagel stellte sich selbst als Edgeworkerin vor und präsentierte eine neue und durchaus ungewöhnliche Möglichkeit der Titelvergabe, die die individuellen Talente und Qualitäten der Mitarbeiter in den Mittelpunkt rückt. Paul Habbel, seit 19 Jahren Geschäftsführer der Gutmann Aluminium Draht GmbH, hat vor fast 10 Jahren begonnen, das Unternehmen vorsichtig auf einen Kulturwandel vorzubereiten. Heute basiert diese lernende Organisation auf autonom agierende Mitarbeiter. Es gilt das Einwandsprinzip.

Abgerundet wurde die Tagung mit Workshops zum Delegationsboard und Best-Practise-Beispielen von erfolgreichen kollegial-geführten Sozialunternehmen.

Der Fortsetzung des Personal-Forums im nächsten Jahr steht nichts im Weg. Zahlreiche Themenwünsche und Ideen liegen vor, beispielweise das "kollegiale Unternehmen" in der Klinik, neue Arbeitszeitmodelle oder auch das Stichwort Generationenmanagement wurden genannt. Auf jeden Fall werden wieder inspirierende Vorträge auf dem Programm stehen.

18.07.2017